Fermentierte Lebensmittel versenden: Warum stabile Temperatur wichtiger ist als maximale Kälte
Die meisten Lebensmittel in einem Versandkarton sollen bis zum Öffnen möglichst unverändert bleiben. Fermentierte Lebensmittel arbeiten weiter. Kimchi, Sauerkraut, Kombucha, Miso und viele andere Fermente enthalten lebende Kulturen, die auch nach dem Verschließen aktiv bleiben. Für den Versand bringt das eigene Anforderungen mit sich.
Wärme beschleunigt die Fermentation
Je wärmer es ist, desto aktiver sind die Kulturen. Auf einem warmen Versandweg kann ein Produkt mehr Gas bilden, saurer werden und anders schmecken, als es die Produzentin oder der Produzent beabsichtigt hat. Was im Kühlraum der Manufaktur perfekt war, kommt dann mit einem anderen Geschmacksprofil bei der Kundschaft an.
Gas braucht Platz
Wo Fermentation stattfindet, entsteht Gas. In Gläsern, Flaschen und Beuteln baut sich dadurch Druck auf. Auf einem warmen Versandweg kann das zu gewölbten Deckeln, aufgeblähten Beuteln oder austretender Flüssigkeit führen. Für Endkund:innen sieht ein solches Paket beim Öffnen nach einem Qualitätsproblem aus, auch wenn das Produkt selbst noch in Ordnung sein mag.
Zu kalt ist auch nicht immer richtig
Die naheliegende Reaktion wäre, möglichst stark zu kühlen. Bei vielen Fermenten ist das nicht ideal. Frost kann die Textur verändern, etwa bei Gemüseferment, und manche Produzent:innen wollen, dass die Kulturen aktiv ankommen. Entscheidend ist deshalb eine stabile Temperatur über die gesamte Strecke, und weniger eine Box, die sehr kalt startet und schnell warm wird.
Was das für die Verpackung bedeutet
Für fermentierte Produkte zählen vor allem drei Dinge:
Gleichmäßige Dämmung, die Temperaturschwankungen über die gesamte Versanddauer abfedert.
Die richtige Menge und Position der Kühlelemente, damit das Produkt gekühlt, aber nicht gefroren ankommt.
Ausreichend Halt im Karton, damit Gläser und Flaschen bei Druckaufbau und Bewegung sicher stehen.
Welche Kombination passt, hängt vom Produkt, der Gebindegröße und der Strecke ab. Deshalb testen wir das Setup mit dem Produkt unserer Kund:innen in unserer Halle in Hartberg, bevor die erste Lieferung rausgeht.
Auch nach dem Auspacken stimmig
Viele Fermentprodukte werden von Menschen gekauft, denen Herkunft und Herstellung wichtig sind. Unsere Isolierverpackungen bestehen zu mehr als 97 % aus recyceltem Altpapier und sind ohne Trennung vollständig über das Altpapier recycelbar. Damit passt die Verpackung zu dem, was im Glas steckt.
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